Kontaktaufnahme mit dem Patenkind
Hat man sich für die Übernahme einer Kinderpatenschaft entschieden und sich mit der entsprechenden Kinderpatenschaft-Organisation auseinandergesetzt und verschiedene Unterlagen zu möglichen Kinderpatenschaften erhalten, gilt es nicht nur zu entscheiden, welchem Kind man als Patenkind mit einer monatlichen Unterstützung helfen will, sondern auch, ob man mit dem zukünftigen Patenkind in Kontakt treten möchte oder nicht.
Entscheiden Sie sich für eine Kontaktaufnahme mit Ihrem Patenkind, geschieht dies zunächst in Form eines Briefes. Durch einen Brief wird nicht nur ein direkter Kontakt möglich, sondern auch die Brücke zu einer anderen Kultur und Lebensweise geschlagen.
Um einen Anfang zu finden, sollte man sich im ersten Brief näher vorstellen, seine Situation, in der man lebt, schildern, wie und wo man wohnt, wie viele Familienmitglieder die eigene Familie hat und ob man eventuell Haustiere hat oder nicht. Man kann auch kleine Anekdoten aus dem eigenen Leben schildern. So baut man eine Basis und ermöglicht dem Patenkind sich eine Vorstellung von der fernen Patentante oder dem Onkel machen zu können, mit dessen Hilfe es genügend Essen hat und die Schule besuchen kann.
Bekommt man eine Antwort von seinem Patenkind, erhält man einen allumfassenderen Einblick in sein Leben, seinen Tagesablauf und sein Lebensumfeld, als es mit den gesammelten Informationen der Patenkind-Organisation möglich wäre.
Möchte man einen Brief an sein Patenkind schreiben, weiß aber nicht so richtig in welcher Sprache, dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man verfasst ihn in Deutsch und lässt ihn von den Mitarbeitern der Organisation zunächst ins Englische übersetzen oder man schreibt ihn gleich in Englisch und sendet ihn direkt an die Organisation in dem jeweiligen Land. Vor Ort wird der Brief dann in die jeweilige Landessprache übersetzt und dem Patenkind ausgehändigt. Umgekehrt geschieht das gleiche mit dem Antwortbrief des Patenkindes.
Um das eigene Patenkind direkt zu kontaktieren, mittels eines Briefes beispielsweise, erhält man genaue Informationen über die Adresse des Kindes und die der nächsten Filiale der Organisation, die vor Ort die Übergabe des Briefes organisiert.
Ein Briefwechsel benötigt Zeit, nicht nur, dass die Briefe übersetzt werden müssen, viele der Familien der Patenkinder leben in sehr entlegenen Regionen, sodass die Mitarbeiter der Organisation diese nur ein paar mal im Monat aufsuchen, sodass durchaus mehrere Monate vergehen können, bevor man Antwort auf seinen Brief erhält. Aber wie in vielen Dingen ist die Vorfreude auch eine Freude und erhöht die Spannung auf den Antwortbrief ungemein.
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